Piercing und Jahreszeit: Sommer oder Winter, wann ist der beste Zeitpunkt dafür?
Es ist eine Frage, die wir uns selten stellen, und doch: Die Jahreszeit, in der man sich piercen lässt, kann den Heilungsprozess maßgeblich beeinflussen. Jede Jahreszeit hat ihre Vorteile, aber auch spezifische Anforderungen an den neuen Schmuck.
Sollten Sie Ihren Badeanzug also vor dem Strandbesuch kaufen oder auf die ersten Schneeflocken warten? Wir wägen die Vor- und Nachteile ab, um Ihnen bei der Wahl des perfekten Zeitpunkts zu helfen.
1. Sich im Sommer piercen lassen: Die Vor- und Nachteile
Der Sommer ist die Jahreszeit, in der wir unseren neuen Schmuck am liebsten präsentieren. Der Körper steht im Mittelpunkt, und ein Bauchnabelpiercing oder ein neues Helix-Piercing runden den Sommerlook perfekt ab.
Die Vorteile:
-
Natürliche Heilung: (Mäßige) Wärme fördert die Erweiterung der Blutgefäße, was die Durchblutung ankurbeln und die Geweberegeneration unterstützen kann.
-
Sofortiger Stil: Sie erfreuen sich sofort an der ästhetischen Wirkung Ihres Schmucks.
Die Nachteile (und diese sind beträchtlich):
-
Das Badeverbot: Dies ist der größte Nachteil. Ein frisch gestochenes Piercing sollte mindestens 4 bis 8 Wochen lang nicht in Wasser (Meer, Pool, See) eingetaucht werden. Salz, Sand und vor allem Bakterien in stehendem Wasser sind die größten Feinde.
-
Schweiß und Sonne: Starkes Schwitzen kann die Wunde reizen. Zudem kann direkte Sonneneinstrahlung auf eine entzündete Stelle die Heilung verlangsamen.
2. Sich im Winter piercen lassen: die Jahreszeit der Weisheit
Für viele Fachleute sind Herbst und Winter die besten Jahreszeiten für ein neues Projekt.
Die Vorteile:
-
Kein Schwimmen: Da keine Versuchung besteht, ins Schwimmbad zu gehen, respektiert man natürlich den Heilungszeitraum.
-
Weniger Bakterien: Wir schwitzen weniger, was das Risiko von Reizungen durch Salz und Bakterien verringert.
-
Bereit für den Sommer: Wenn du dir im November ein Piercing stechen lässt, ist dein Piercing perfekt stabilisiert (oder bei Ohrläppchen sogar schon verheilt), wenn du deinen Badeanzug wieder auspackst!
Die Nachteile:
-
Schwere Kleidung wie Schals, Mützen und dicke Wollpullover können Piercingfallen sein. Wenn sich ein Helix-Piercing in einem Pullover verfängt, ist das sehr schmerzhaft.
-
Kälte: Intensive Kälte kann den Knorpel empfindlicher machen und den Heilungsprozess leicht verlangsamen.
Vergleichstabelle: Welche Jahreszeit für welches Piercing?
3. Der Sonderfall der Gesichtspiercings
Wenn Sie zu saisonalen Allergien (Heuschnupfen im Frühling) oder Wintererkältungen neigen, sollten Sie sich in diesen Zeiträumen kein Nasen- (Nasenloch-) oder Septumpiercing stechen lassen. Häufiges Naseputzen (bis zu 20 Mal täglich) mit einem frisch gestochenen Piercing ist der beste Weg, Reizungen und Infektionen zu verursachen.
4. Unsere Tipps für den Erfolg, unabhängig von der Jahreszeit
-
Im Sommer: Schützen Sie Ihr Piercing mit einem breitkrempigen Hut und spülen Sie es nach dem Schwitzen systematisch mit Kochsalzlösung ab.
-
Im Winter: Tragen Sie lieber Stirnbänder als eng anliegende Mützen und seien Sie vorsichtig beim Ausziehen Ihrer Pullover. Wählen Sie im Bereich der Einstichstelle glatte Stoffe (Baumwolle) anstelle von Wolle.
Abschluss
Wenn du Ruhe und Sicherheit suchst, sind Herbst und Winter die idealen Monate für ein Piercing. Dein Körper kann sich in Ruhe erholen, fernab von Hitze und Keimen im Wasser. Aber falls du unbedingt schwimmen gehen möchtest, ist der Sommer immer noch eine gute Option!










